Niedersachsens Schülerinnen und Schüler sollen neben Mathe und Deutsch auch lernen, wie sie Streits und Auseinandersetzungen gewaltfrei lösen können. “Die Gegenwart zeigt, dass es wichtiger denn je ist, auch die Instrumente der friedvollen Konfliktbearbeitung und Konfliktbeilegung zu lehren und zu lernen”, sagte ein Sprecher von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) in Hannover. Zuvor hatte die FDP mit Blick auf den Ukraine-Krieg verpflichtende Schulbesuche von Bundeswehr, Polizei und Hilfsorganisationen wie dem THW gefordert.

Der Ministeriumssprecher betonte, dass solche Kooperationen längst zum Schulalltag gehörten, auch mit der Bundeswehr. “Ein Verbot dazu gibt es nicht und entsprechende Debatten sind ein alter Hut”, sagte er. Auch Veranstaltungen zum Katastrophenschutz seien schon heute möglich – sowohl im Unterricht als auch in Arbeitsgemeinschaften und Ganztagsangeboten. Wichtig sei dabei, dass die Inhalte pädagogisch altersgemäß aufbereitet werden. Die Angebote müssten zudem ausgewogen sein, “damit sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig ein differenziertes Bild machen können”. Die Bereiche Demokratiebildung und Friedenspädagogik seien deshalb bereits ausgebaut worden.

Die FDP hatte ihren Vorschlag damit begründet, dass die Organisationen die Gelegenheit bekommen sollten, regelmäßig über Katastrophenschutz aufzuklären und um Nachwuchs zu werben. Jede Schülerin und jeder Schüler solle einmal im Jahr durch eine solche Veranstaltung erreicht werden, hatte Fraktionschef Stefan Birkner gesagt. Auch für die übrige Bevölkerung solle es öffentliche Übungen, Informationen über das richtige Verhalten im Krisenfall sowie einen freiwilligen Reservedienst für den Katastrophenschutz geben.



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