Mehrere Millionen Menschen in Niedersachsen werden in den kommenden Monaten zu unterschiedlichen Dingen befragt. Sonntag beginnt eine Art Inventur des Landes, dann führen statistische Ämter erstmals seit 2011 wieder eine Volkszählung durch. Davon sind nach Angaben des Landesamtes für Statistik rund 2,5 Millionen Gebäudeeigentümer im Bundesland betroffen.

Etwa 800 000 zufällig ausgewählte Menschen aus Niedersachsen werden demnach unter anderem zu Name, Geschlecht, Familienstand und Staatsangehörigkeit befragt. Etwa drei Viertel der Menschen werden laut Statistischem Bundesamt zudem Fragen aus einem erweiterten Fragebogen gestellt. Dabei geht es etwa um den Schulabschluss oder den Beruf.

Bundesweit werden 100 000 sogenannte Erhebungsbeauftragte im Einsatz sein. In Niedersachsen fehlten bis vor wenigen Tagen noch immer rund fünf Prozent davon, vor allem im ländlichen Raum und auf den Ostfriesischen Inseln, hieß es vom Landesamt für Statistik.

Der jeweilige Interviewer kommt zu einem vorher angekündigten Termin. Allen ausgewählten Menschen werden Fragen etwa zu Alter, Familienstand oder Haushaltsgröße gestellt. Das dauert fünf bis zehn Minuten. Die erweiterte Befragung dauert weitere 10 bis 15 Minuten. Man kann diese Fragen entweder direkt im persönlichen Gespräch beantworten, einen Papier-Fragebogen ausfüllen oder später online antworten.

Bei der Gebäude- und Wohnungszählung finden keine persönlichen Interviews statt. Die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Verwaltungen von Wohnraum erhalten zum Stichtag ein Schreiben mit Online-Zugangsdaten.

Die Erhebungen sollen bis Mitte August abgeschlossen sein. Die Ergebnisse des Zensus 2022 liegen voraussichtlich ab Ende 2023 vor. Die Europäische Union verpflichtet ihre Mitgliedstaaten, alle zehn Jahre einen Zensus durchzuführen. Turnusmäßig wäre dies in Deutschland 2021 der Fall gewesen – der Termin wurde aber wegen der Corona-Pandemie verschoben.



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